Beim Wandern entlang des Tabeillon, vom Vallée de Delémont in die Freiberge, gibt das Wasser den Rhythmus vor. Mal schlängelt sich der Fluss zwischen Felsen hindurch, mal staut er sich zu hübschen Weihern, in denen sich der Himmel und die Bäume spiegeln.
Auf dem breiten Weg zwischen Glovelier und Le Prépetitjean lässt sich die Natur entspannt geniessen. Wer die Route flussaufwärts bestreitet, wandert gewissermassen vom Schatten ins Licht, durchquert man doch zuerst einen mitunter sehr dichten Wald und danach eine wilde Schlucht, bevor man schliesslich das Hochplateau mit seinen Wytweiden erreicht.
Wasser hat in dieser Region schon immer eine wichtige Rolle gespielt, insbesondere auch in wirtschaftlicher Hinsicht. So versorgten die beiden im 16. Jahrhundert angelegten Weiher Etang de Bollement und Etang du Plain de Saigne vier Jahrhunderte lang die heimische Industrie mit Energie. Seither sind diese Gewässer nicht zuletzt zu Aushängeschildern des lokalen Tourismus geworden und zieren unter anderem auch die Prospekte, mit denen der Jura den Langsamverkehr bewirbt.
Die reiche Fauna und Flora am Tabeillon ist ebenfalls ein starkes Argument für einen Besuch. Das nahezu unberührte Feuchtgebiet – abgesehen von der sich in die Umgebung einfügenden Bahnlinie der Chemins de fer du Jura – ist Lebensraum einer Fülle verschiedener Arten, weshalb auch viele Tierfotografen und Botanikerinnen den Weg hierher finden.